Monatsarchiv: Mai 2018

Mokka – Lucky Charm von Krügers Hundebande

Mokka, unsere süße blacktri Mini-Aussie-Hündin aus Martinas Zucht „von Krügers Hundebande“ wurde am 22. Januar 2018 geboren.

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Einige Zeit, bevor sie dann mit 8 Wochen bei uns einziehen durfte, hatte ich mir schon Gedanken gemacht, wie ich hier alles managen wollte, damit jeder zu seinem Recht kommt und z. B. unser ältester Hund Asko nicht vom quirligen Welpen genervt wird. Leider sollte es ganz anders kommen. Eine Woche, bevor wir Mokka abholten, mussten wir unseren Asko erlösen. Das tat nun besonders weh, auch wenn er ein schönes, erfülltes Hundeleben hatte und stolze 15 Jahre und 2 Monate alt werden durfte.

Nun ja … eine Woche später zog dann der kleine, 2200 g leichte Wirbelwind hier ein: klein, wuschelig und zuckersüß, aber auch selbstbewusst und etwas frech!

Lexi begegnete Mokka neutral und Blue quietschte mit Oberkörpertiefstellung und wollte die Kleine unbedingt begrüßen.

Unser Tiger dagegen war erst einmal geschockt! Wie konnte man ihm so ein „kleines Teil“ vorsetzen! Wollte es ihn etwa seiner Position als Nesthäkchen berauben? Er zeigte Mokka gleich beim ersten Zusammentreffen sehr deutlich, was er von ihr hielt – nämlich rein gar nichts!

Doch wir gaben ihm die Zeit, die er brauchte und verschafften ihm den nötigen Abstand zum Welpi … und wenige Tage später war dieses Thema plötzlich kein Thema mehr. Tiger schaute Mokka nicht mehr so giftig an, sodass wir einen Versuch starteten und die beiden im Garten zusammen ließen. Und siehe da, das Tigerchen hopste ganz behutsam vor Mokka her und fing ein erstes, dem Welpen angepasstes Laufspiel an. Mokka stieg freudig darauf ein und tobte mit dem neu gewonnenen Kumpel schon recht ausgelassen herum! Wir waren darüber natürlich sehr erleichtert und erfreuten uns am gemeinsamen Tun der beiden.

In den darauf folgenden Wochen machten wir immer wieder verschiedene kleine Ausflüge in die Stadt oder z. B. zu Fressnapf, Sparkasse oder Baumarkt, zu Pferden und Kühen, Mokka sah gackernde Hühner und kleine wuselige Kindergrippenkinder, auch Menschen mit den verschiedensten Behinderungen. Auf etlichen Agility-Turnieren ließ sich Klein-Mokka von ganz vielen Hundesportlern durchknuddeln und ertrug den Turniertrubel mit aufgedrehten Hunden und Gebell und Hektik souverän.

Jetzt ist Mokka 4 Monate alt und ihr Selbstbewusstsein hat noch immer keinen Knacks bekommen (zum Glück!!!)  So eckt der Dreikäsehoch auch öfter mal mit etwas dreistem Verhalten an und steckt ein paar Rüffel von unserer Blue (relativ locker) weg. Mit Tiger sind die Spiele und Kämpfchen natürlich wilder geworden. So manches Mal treibt es Mokka recht bunt und bringt Tiger dazu die Fluchtmöglichkeiten auf erhöhte Sitzgelegenheiten zu nutzen  – auf die Mokka NOCH nicht kommt.

Von Beißhemmung hatte die kleine Maus bis zu ihrem Einzug hier bei uns wohl auch noch nichts gehört – doch daran haben wir schon gut gearbeitet und kleine Kratzer von ihren Milchzähnchen gibt es kaum noch.

Unseren Blick direkt in ihre Augen hat Zwergnase meist mit einem plötzlichen Sprung in unser Gesicht quittiert. Autsch … das tat nicht immer gut! Aber auch dieses Problem ist schon auf „Problemchengröße“ geschrumpft 🙂

Auch weiß Mokka immer mehr, was hier im Haus gewünscht ist und was man lieber lassen sollte. Sie fand es anfangs schon unmöglich, dass sie die Fernsehzeitung nicht lesen durfte, wir aber schon! Oder dass wir etwas Wohlriechendes verspeisen, sie in dem Moment aber nichts bekommt oder dass ich den Besen schwinge, sie aber nicht „mitkehren darf“.

Immer wieder wundere ich mich, wie einfach vieles doch mit unseren erwachsenen Hunden funktioniert. Ich schwinge zum Beispiel ein lustiges buntes Fleecetau und freue mich, wenn Mokka gleich drauflos springt, heineinbeißt und zergelt. Das nächste Mal möchte ich aber nicht, dass sie drauflos springt, hineinbeißt und zergelt, da es sich in dem Fall um den Handfeger handelt, den ich schwinge und eben nicht um ein Welpenspielzeug!  Hhhmmm… woher soll die Kleine wissen, wann sie was darf? Klar, ich muss es ihr beibringen. Aber genau das ist das Schöne, ist der Reiz und das Spannende  an der „Arbeit“ mit einem Welpen!!!

Ich freue mich jedenfalls riesig auf die kommenden Wochen und Monate und hoffe in der Erziehung und Ausbildung nicht zuuuuu viele Fehler zu machen, denn unser kleiner Wirbelwind Mokka lernt seeeehr schnell – auch die unerwünschten Sachen  🙂

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